Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Forschungsprojekt Perspektiven für die Baukultur in Städten und Gemeinden – Mehr Qualität durch Gestaltungsbeiräte

Projektsteckbrief

Baukultur ist eine Gemeinschaftsaufgabe, zu deren Gelingen viele Akteurinnen und Akteure beitragen. Gestaltungsbeiräte sind ein wichtiges Instrument, um Baukultur im öffentlichen Diskurs, zwischen öffentlicher Hand, privater Investition und Zivilgesellschaft zu verhandeln. Sie tragen dazu bei, dass Bauvorhaben in einem frühen Stadium verbessert und damit die architektonische und städtebauliche Qualität von Städten und Gemeinden gesichert wird. Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Landschaft der Gestaltungsbeiräte und ihren Mehrwert zu untersuchen.

Projektstart: Oktober 2016

Ausgangslage

Die Einrichtung von Gestaltungs- und Projektbeiräten gehört zu den weichen Instrumentarien, die die Qualität unserer gebauten Umwelt erhöhen können (Bundesstiftung Baukultur 2014). In Deutschland sind zurzeit circa 130 dieser Beiräte installiert (Stand 2016). Länderspezifisch ist die Verteilung jedoch sehr unterschiedlich. Über 50 Prozent aller Beiräte sind in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg angesiedelt, während in den neuen Bundesländern, beispielsweise aber auch in Rheinland-Pfalz, nur wenige Beiräte eingesetzt wurden.

Ziel

Das Projekt macht regionale Unterschiede in der Landschaft der Gestaltungsbeiräte sichtbar und differenziert sie qualitativ. Es ermittelt und kommuniziert zudem den Mehrwert der Arbeit von Gestaltungsbeiräten für Kommunen. Das Projekt gibt einen konzeptionellen und inhaltlichen Aufriss über die Landschaft der Gestaltungsbeiräte und trug mit einer Fachkonferenz am 17. Mai 2017 in Mannheim zur Vernetzung der Akteure und Akteurinnen rund um die Themen Gestaltungsbeirat und Baukultur bei: sowohl horizontal zwischen Kommunen und Ländern als auch vertikal zwischen Kommunen, Ländern, Kammern, Stiftungen und dem Bund.

Die Fachkonferenz bildete einen zentralen Bestandteil des Forschungsprojekts. Sie hatte das Ziel, die qualitative Landschaft der Gestaltungsbeiräte in Deutschland und ihren Mehrwert anhand von Erfahrungen aus der Praxis genauer zu untersuchen. Dabei betrachteten die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer ebenso die Ebenen Kommunikation und Beteiligung, Image und Standortförderung wie Stadtgestalt und Alltagsarchitektur. In diesem Sinn hatte die gesamte Fachkonferenz einen Arbeitscharakter: Interaktive Workshops luden zu einem intensiven Erfahrungsaustausch ein, ausgesuchte Fallbeispiele bildeten die Landschaft der Gestaltungsbeiräte ab.

Auftragnehmer

Kontakt

  • Karin Hartmann
    Referat I 7 - Baukultur und städtebaulicher Denkmalschutz
    Telefon: +49 228 99401-1219
    E-Mail: karin.hartmann@bbr.bund.de

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