Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Globale urbane Transformation: Einbindung von New Urban Agenda, SDGs und Pariser Klimaschutzabkommen in die kommunale und nationale Stadtentwicklung in Deutschland

Konzept

Zur Bearbeitung der fünf Projektziele kombinierte das Projektteam verschiedene Forschungs- und Praxismethoden miteinander.

Hintergrundanalysen auf nationaler und europäischer Ebene

Um die Relevanz globaler und europäischer Agenden und deren Folgeprozesse für die kommunale Planung in deutschen und europäischen Städten sowie für die Nationale Stadtentwicklungspolitik differenzierter zu verstehen, führte das Projektteam zunächst zwei Hintergrundanalysen zum aktuellen Diskussionsstand und gegenwärtiger Entwicklungen im nationalen und im europäischen Kontext durch. Hierfür bereitete das Projektteam die relevanten Beschlüsse und deren Folgeprozesse auf, analysierte ihre Relevanz und den Mehrwert für die Stadtentwicklung im nationalen und europäischen Kontext und reflektierte die Ergebnisse in Experteninterviews.

Planungswerkstätten mit Kommunen und Werkstattgespräche

Kern des Projektes bildete die intensive Arbeit mit deutschen und europäischen Kommunen in insgesamt drei Planungswerkstätten. Diese dienten dazu, das praktische Erfahrungswissen der Kommunen bei der Anwendung globaler und europäischer Beschlüsse zu erheben.

Zur Vorbereitung der Planungswerkstätten wurden zunächst lokale Entwicklungspfade in zehn deutschen und fünf europäischen Kommunen unter die Lupe genommen. Ziel war es, die vielfältigen Ansätze und Nachhaltigkeitsstrategien und die damit verbundenen Governance-Prozesse herauszuarbeiten.

Um verschiedene kommunale Perspektiven einzufangen, achtete das Projektteam bei der Auswahl der Kommunen auf eine möglichst große Vielfalt in Bezug auf deren Größe, regionale Verteilung, Art der Transformationsherausforderungen, Stand des lokalen Entwicklungskonzeptes, Einbindung in europäische oder globale Prozesse sowie den Umgang mit den Agenden. Die Erfahrungen der Kommunen wurden über Fragebögen und Telefoninterviews erhoben und in Steckbriefen dargestellt.

In den Planungswerkstätten intensivierte das Projektteam die Arbeit zunächst mit sieben deutschen Kommunen: Hamburg, Leipzig, Stuttgart, Mannheim, Arnsberg, Jena und Finsterwalde. Die Teilnehmenden aus den Kommunen kamen aus der Verwaltung, Wissenschaft und Zivilbevölkerung. Im Anschluss folgte eine vertiefte Arbeitsphase mit den europäischen Kommunen Utrecht, Wrocław, Madrid, Athen und La Rochelle. In den drei Planungswerkstätten wurden die Auswirkungen globaler und europäischer Agenden für lokale Entwicklungspfade diskutiert und konkrete Umsetzungsstrategien erarbeitet. Dabei ging es auch um die Frage, wie Städte bei der Umsetzung gestärkt werden können und welche Rahmenbedingen hierfür erforderlich sind. Die Anwendung interaktiver visuell-haptischer Workshopformate ermöglichte einen kreativen, offenen und praxisnahen Austausch.

Zur Reflexion und Ergänzung der Studien und der Ergebnisse der Planungswerkstätten führte das Projektteam Interviews und Werkstattgespräche mit ausgewählten nationalen und europäischen Expertinnen und Experten für nachhaltige Stadtentwicklung aus Wissenschaft und Praxis durch.

Erarbeitung von Handlungsempfehlungen

Die Ergebnisse der Hintergrundanalysen sowie der Planungswerkstätten und Expertengespräche flossen in einen Empfehlungskatalog für die Weiterentwicklung der Nationalen Stadtentwicklungspolitik sowie der Leipzig-Charta und Städteagenda für die EU ein. Die zentralen Ergebnisse des Projektes fasst eine BBSR-Online-Publikation zusammen, die in Kürze veröffentlicht wird.

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