Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Identifikation erfolgreicher Grün- und Freiraumentwicklung in Großstadtregionen

Projektsteckbrief

Für die Entwicklung und Sicherung von Grün- und Freiräumen bedarf es langfristiger Strategien auf Stadt- und Regionalebene. Die hohe Bedeutung dieser Konzepte zeigt sich angesichts aktueller Herausforderungen wie dem steigenden Nutzungsdruck oder dem Klimawandel. Das Projektteam erforschte die Erfolgsfaktoren von Grün- und Freiraumentwicklung in Städten und Regionen und leitete Erfolgsfaktoren und Empfehlungen ab.

Ausgangslage

Die COVID-19-Pandemie und der Klimawandel dominieren die aktuelle politische Debatte in Europa. Durch die Bewegungseinschränkungen im Rahmen der Pandemiebekämpfung sind die positiven Gesundheitseffekte von wohnungsnahem Grün- und Freiraum in den Fokus gerückt. Gleichzeitig werden Versäumnisse der letzten Jahrzehnte, den Klimawandel aufzuhalten oder zu mindern, mehr und mehr offenbar. Tropennächte und Hitzeinseln in Städten sind zunehmend auch in den Medien präsent.

Grünräume sind eine nachhaltige Lösung, um das Mikroklima in Städten bei steigenden Temperaturen positiv zu beeinflussen. Zudem erfüllen sie weitere ökologische wie auch soziale Funktionen. In einer Zeit, in der „Social Distancing“ den öffentlichen Raum neu kalibriert, spielen Grün- und Freiräume auch für die soziale Gesundheit der Bevölkerung eine wesentliche Rolle.

Die urbane Grün- und Freiraumentwicklung gewinnt vor diesen sich ändernden Rahmenbedingungen an neuer und zusätzlicher Bedeutung. Die Vorteile der Beständigkeit von Grünraumkonzepten, die Jahrzehnte oder Jahrhunderte überdauern, werden sichtbar. Sie zeigen sich auch gegenüber politischen und verwaltungsstrukturellen Änderungen robust. Die Relevanz der langfristigen und strategischen Sicherung und qualitätsvollen Entwicklung von Grünräumen zeigt sich auch angesichts der Urbanisierung und des steigenden Nutzungsdrucks in Städten.

Doch wie beständig sind die „alten“ stadtregionalen Konzepte auch unter heutigem Nutzungsdruck? Inwieweit sind diese Konzepte planerisch gesichert? Wie werden sie weiterentwickelt? Welche konzeptionellen Lösungsansätze zeigen unter welchen räumlichen Gegebenheiten Wirkung? Welchen Stellenwert besitzen Grün- und Freiräume in der kommunalen Planungspraxis unter anhaltenden Wachstumsbedingungen und Nutzungsdruck? Inwieweit ist die erfolgreiche Grün- und Freiraumentwicklung aktiv gesteuert, inwieweit ist sie Zufall? Welche Erfolgsbedingungen sind für andere Kommunen übertragbar, welche spezifisch für die jeweiligen Städte? Die Studie liefert die empirischen Grundlagen für diese Fragen.


Ziel

Das Projektteam analysierte bestehende Grün- und Freiraumkonzepte in den drei Fallstudienregionen Magdeburg, Nürnberg und Kiel. Auf Basis von Literaturrecherche, Interviews und eines Workshops untersuchte es mittels quantitativer und qualitativer Forschung, welche Bedingungen für Erhalt und Entwicklung der Frei- und Grünräume förderlich und hinderlich sind. Dabei führte es Längsschnittanalysen über einen längeren Zeitraum sowohl auf stadtregionaler als auch auf städtischer Ebene durch. Die Entwicklung der Grün- und Freiräume wurde mit den politischen und administrativen Gegebenheiten kontextualisiert. Ergebnis ist ein strukturierter Katalog unterschiedlicher Erfolgsfaktoren der Grün- und Freiraumentwicklung.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war die RaumUmwelt® Planungs-GmbH, Wien.

Veröffentlichung

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Endbericht

Identifikation erfolgreicher Grün- und Freiraumentwicklung in Großstadtregionen PDF 22 MB Datei ist barrierefrei/ barrierearm Dokumenttyp: Download

Kontakt

  • Dr. Brigitte Adam
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
    Referat RS 6 „Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung“
    Telefon: +49 228 99401-2325
    E-Mail: brigitte.adam@bbr.bund.de

  • Dr. Fabian Dosch
    Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
    Referat RS 6 „Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung“
    Telefon: +49 228 99401-2160
    E-Mail: fabian.dosch@bbr.bund.de

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