Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Forschungsprojekt Identifikation erfolgreicher Grün- und Freiraumentwicklung in Großstadtregionen

Projektsteckbrief

Für die Entwicklung und Sicherung von Grün- und Freiräumen bedarf es langfristiger Strategien auf Stadt- und Regionalebene. Die hohe Bedeutung dieser Konzepte zeigt sich angesichts aktueller Herausforderungen wie dem steigenden Nutzungsdruck, oder dem Klimawandel. Die Studie erforscht die Erfolgsfaktoren von Grün- und Freiraumentwicklung in Städten und Regionen und leitet Handlungsempfehlungen ab.

Erste Zwischenergebnisse sind nun verfügbar.

Projektstart: Dezember 2019

Ausgangslage

Der Klimawandel und steigende Temperaturen dominieren die aktuelle politische Debatte in Europa. Versäumnisse der letzten Jahrzehnte, den Klimawandel aufzuhalten oder zu mindern, werden mehr und mehr offenbar. Tropennächte und Hitzeinseln in Städten sind zunehmend auch in den Medien präsent.

Die Bevölkerung leidet verstärkt unter den negativen Auswirkungen. Grünräume sind eine nachhaltige Lösung, um das Mikroklima in Städten bei steigenden Temperaturen positiv zu beeinflussen. Zudem erfüllen sie weitere ökologische wie auch soziale Funktionen. Besonders in dicht bebauten Städten, in denen Grünräume oft spärlich verteilt sind oder fehlen, sind die Probleme besonders evident. Viele Städte behelfen sich mit lokalen Maßnahmen wie Sprühnebel.

Die urbane Grün- und Freiraumentwicklung gewinnt vor diesen sich ändernden Rahmenbedingungen an neuer und zusätzlicher Bedeutung. Die Vorteile der Beständigkeit von Grünraumkonzepten, die Jahrzehnte oder Jahrhunderte überdauern, werden sichtbar. Sie zeigen sich auch gegenüber politischen und verwaltungsstrukturellen Änderungen robust. Die Relevanz der langfristigen und strategischen Sicherung und qualitätsvollen Entwicklung von Grünräumen zeigt sich auch angesichts der Urbanisierung und des steigenden Nutzungsdrucks in Städten.

Doch wie beständig sind die „alten“ stadtregionalen Konzepte auch unter heutigem Nutzungsdruck? Inwieweit sind diese Konzepte planerisch gesichert? Wie werden sie weiterentwickelt? Welche konzeptionellen Lösungsansätze zeigen unter welchen räumlichen Gegebenheiten Wirkung? Welchen Stellenwert besitzen Grün- und Freiräume in der kommunalen Planungspraxis unter anhaltenden Wachstumsbedingungen und Nutzungsdruck? Inwieweit ist die erfolgreiche Grün- und Freiraumentwicklung aktiv gesteuert, inwieweit ist sie Zufall? Welche Erfolgsbedingungen sind für andere Kommunen übertragbar, welche spezifisch für die jeweiligen Städte? Die Studie liefert die empirischen Grundlagen für diese Fragen.


Ziel

Das Forschungsprojekt analysiert bestehende Grün- und Freiraumkonzepte in Städten und Regionen im deutschsprachigen Raum. Auf Basis definierter Erfolgskriterien untersucht das Projektteam mittels quantitativer und qualitativer Forschung, welche Bedingungen für Erhalt und Entwicklung förderlich und hinderlich sind. Dabei führt es Längsschnittanalysen über einen längeren Zeitraum sowohl auf stadtregionaler als auch auf städtischer Ebene durch. Die Entwicklung der Grün- und Freiräume wird mit den politischen und administrativen Gegebenheiten kontextualisiert.

Auftragnehmer

Kontakt

  • Dr. Brigitte Adam
    Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
    Telefon: +49 228 99401-2325
    E-Mail: brigitte.adam@bbr.bund.de

  • Dr. Fabian Dosch
    Referat I 6 - Stadt-, Umwelt- und Raumbeobachtung
    Telefon: +49 228 99401-2160
    E-Mail: fabian.dosch@bbr.bund.de

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