Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt: Identifikation erfolgreicher Grün- und Freiraumentwicklung in Großstadtregionen

Konzept

Das Projektteam erforscht Erfolgsfaktoren der Grün- und Freiraumentwicklung. Für die Analyse wendet es sowohl quantitative als auch qualitative Methoden an.

Literaturrecherche

In einem ersten Schritt ermittelt das Projektteam Kriterien, mit deren Hilfe der Erfolg von Grün- und Freiraumentwicklung gemessen werden kann. Auf Basis einer Desktoprecherche sammelt und clustert es bestehende gesetzliche und programmatische Vorgaben. Die recherchierten Kriterien sind ein Zwischenergebnis, an dem sich der Erfolg von Grün- und Freiraumentwicklung messen lässt.

Quantitative Analyse

Anhand der Kriterien wird die tatsächliche Grün- und Freiraumentwicklung der drei Fallstudienregionen Magdeburg, Nürnberg und Kiel über einen längeren Zeitraum datengestützt untersucht und in der Praxis überprüft. Dazu werden CORINE-Landcover-Daten sowie das digitale Landbedeckungsmodell für Deutschland (LBM-DE) ausgewertet. Ergebnis ist die Auswertung ausgewählter Kennzahlen von Grün- und Freiräumen über einen bestimmten Zeitraum in den Fallstudienregionen. Dies erlaubt Rückschlüsse über die quantitative Entwicklung; durch die Kontextualisierung mit bestehenden Grün- und Freiraumkonzepten werden Zusammenhänge zwischen der tatsächlichen Entwicklung und den Entwicklungsabsichten der Städte und Gemeinden hergestellt.

Qualitative Analyse

In Leitfadeninterviews mit relevanten Stakeholdern aus den jeweiligen Regionen und Kernstädten wird die tatsächliche Grün- und Freiraumentwicklung in der Praxis überprüft. Die Themen umfassen dabei die Tradition und Geschichte der Grün- und Freiraumentwicklung sowie Organisation, Instrumente und Planungskultur der jeweiligen Stadt oder Region.

Workshop

Die Ergebnisse der Literaturrecherche sowie der quantitativen und qualitativen Analyse werden in eine Liste mit Erfolgsfaktoren zusammengeführt. Auf einem Online-Workshop werden die Ergebnisse präsentiert und diskutiert. Am Workshop nehmen Personen aus der Verwaltung jener Städte und Regionen teil, die im Zuge der Analysen beforscht werden, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus weiteren Städten und Regionen.

Der Workshops zielt darauf ab, die zentralen Erfolgsfaktoren zu konsolidieren, zu validieren und zu benennen. Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Kommunen sollen ebenso wie Unterschiede herausgearbeitet werden. Besonderer Wert wird dabei auf die Übertragbarkeit auf unterschiedliche Städte und Verwaltungsstrukturen gelegt.

Erfolgsfaktoren

Ergebnis der Studie ist eine Liste mit Erfolgsfaktoren, für die Aussagen zur Messbarkeit, Handlungsebenen, Akteuren, Übertragbarkeit und weiteren Aspekten getroffen werden. Darauf basierend formuliert das Projektteam Empfehlungen für unterschiedliche gebietskörperschaftliche Ebenen.

Die Darstellung des Forschungsablaufs zeigt die Arbeitsschritte des Projekts in abstrahierter grafischer Form. (Literaturrecherche, Längsschnittanalyse der Fallstudienregionen und Fallstudienstädte, Workshop, Ableitung Erfolgsfaktoren). Abbildung 1: Forschungsdesign: Ausgehend von einer Literaturrecherche werden Kriterien für die quantitative und qualitative Analyse von drei Fallstudienregionen entwickelt. Diese werden anhand von Dokumentenanalyse, datengestützter Analyse und Leitfadeninterviews sowie schließlich in einem Workshop überprüft, diskutiert und weiterentwickelt. Als Ergebnis liegt ein strukturierter Katalog mit Erfolgsfaktoren für die Grün- und Freiraumentwicklung vor.

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