Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Potenziale und Rahmenbedingungen von Dachaufstockungen und Dachausbauten

Projektsteckbrief

Mit dem bundesweiten "Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen" hat das BMUB ein zentrales Gremium zur Bewältigung aktueller wohnungspolitischer Herausforderungen ins Leben gerufen. Ziel des Bündnisses ist es, den steigenden Wohnraumbedarf in nachfragestarken Regionen zu decken und die Investitionsbedingungen für den Wohnungsbau zu verbessern. Die gezielte Unterstützung von Dachausbauten oder Dachaufstockungen kann zu einer Ausweitung des Wohnungsangebots führen. Im Mittelpunkt der Studie stand daher die Frage, inwiefern die städtebauliche Nachverdichtung durch Dachaufstockungen und Dachausbauten eine Möglichkeit zur Entlastung angespannter Märkte ist.

Projektlaufzeit: Oktober 2015 – Mai 2016

Ausgangslage

Die Prognosen des BBSR lassen erwarten, dass die Wohnraumnachfrage zukünftig vor allem in den attraktiven Stadtregionen weiter ansteigen wird. In Ballungsräumen, in denen keine anderen Baulandpotenziale mehr zur Verfügung stehen, bieten Nachverdichtungen eine Möglichkeit zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum. In der aktuellen Praxis leisten Dachaufstockungen und Dachausbauten mengenmäßig jedoch nur einen vergleichsweise kleinen Beitrag.

Ziel

Ziel der Studie war es, die Hemmnisse und Potenziale von Dachaufstockungen und Dachausbauten zu ermitteln. Für diese Form der Erweiterung des Wohnungsbestands war ein Überblick über die derzeitige Praxis und die aktuellen Rahmenbedingungen erforderlich. Dabei war die Wirtschaftlichkeit von zentraler Bedeutung: Auf der einen Seite wurden die Herstellungskosten und auf der anderen Seite die erzielbaren Preise beleuchtet. Die Baukosten sind abhängig von technisch-planerischen Rahmenbedingungen (u.a. statische Anforderungen an die Konstruktion), aber auch von den rechtlichen Vorschriften, die einzuhalten sind (u.a. Brandschutz, Energieeinsparverordnung). Auch das jeweilige Preisniveau in den Wohnungsmarktregionen und seinen Teilmärkten wurde differenziert betrachtet.

Auftragnehmer des Forschungsprojektes war die empirica ag, Berlin, in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen, Lehrstuhl Baukonstruktion.

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