Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Künftige Wohnungsleerstände in Deutschland – regionale Besonderheiten und Auswirkungen

Projektsteckbrief

  • Status Laufend
  • Start Januar 2018

In vielen Regionen Deutschlands ist durch den Bevölkerungsrückgang mit sinkenden Haushaltszahlen und in der Folge mit zunehmenden Leerständen zu rechnen. Um den Auswirkungen der Leerstandsentwicklung gerecht zu werden, ist eine flächendeckende und vor allem regionalisierte Leerstandsbeobachtung notwendig. Die Studie analysiert den Verlauf des Wohnungsleerstands in allen Regionen Deutschlands, um frühzeitig auf entsprechende Entwicklungen reagieren zu können.

Projektstart: Januar 2018

Ausgangslage

Die demografische Entwicklung ist in vielen Regionen Deutschlands von einem Bevölkerungsrückgang geprägt. Aufgrund sinkender Haushaltsgrößen blieb die Zahl der Wohnungsnachfrager in der Vergangenheit aber oft noch konstant oder stieg sogar an. Künftig kommt es dagegen zu einer Zeitenwende: In immer mehr Regionen ist mit sinkenden Haushaltszahlen und in der Folge mit zunehmenden Leerständen zu rechnen.

Die Auswirkungen sind, insbesondere für die schrumpfenden Regionen mit sinkender Wohnungsnachfrage, in zweifacher Hinsicht eine Herausforderung. Privatwirtschaftlich sehen Immobilieneigentümer aufgrund fehlender Mieteinnahmen ihre wirtschaftliche Existenz gefährdet. Kommunen hingegen müssen die städtebaulichen und strukturellen Defizite ausgleichen. Um den Besonderheiten der Leerstandsentwicklung und ihrer Auswirkungen gerecht zu werden, ist eine kontinuierliche, flächendeckende und vor allem regionalisierte Leerstandsbeobachtung von zentraler Bedeutung.

Ziel

Ziel der Studie ist, den Verlauf des Wohnungsleerstands in allen Regionen Deutschlands zu beobachten und zu analysieren, um frühzeitig auf entsprechende Entwicklungen reagieren zu können. Die Studie versteht sich dabei als Fortführung der bereits im Jahr 2014 durchgeführten BBSR‐Studie "Aktuelle und zukünftige Entwicklung von Wohnungsleerständen in den Teilräumen Deutschlands". Diesmal liegt jedoch ein stärkerer Fokus auf den kleinräumigen Zusammenhängen zwischen Leerständen und Objekteigenschaften bzw. Lageparametern. Ein weiterer Schwerpunkt umfasst die Auswirkungen der Zuwanderungswellen (EU2-Zuwanderung sowie Flüchtlingszuwanderung) auf die Leerstandsentwicklung.

Die Erhebung und Bereitstellung von Leerstandsdaten und -informationen dient mit als Entscheidungsgrundlage für stadtentwicklungs- und wohnungspolitische Fragen ab 2019. Die Ergebnisse sollen auch für die Programme der Städtebauförderung, insbesondere für das Stadtumbauprogramm, nutzbar sein.

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