Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Gemeinwesenarbeit in der sozialen Stadt – Entwicklungspotenziale zwischen Daseinsvorsorge, Städtebauförderung und Sozialer Arbeit

Veranstaltungen

Bundeskonferenz "Gemeinwesenarbeit in der sozialen Stadt" am 25. November 2019

Am 25. November 2019 luden das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung zur Bundeskonferenz "Gemeinwesenarbeit in der sozialen Stadt" ein. Staatssekretärin Anne Katrin Bohle begrüßte die etwa 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Refugio Berlin. Anschließend wurden die Ergebnisse aus der Studie "Gemeinwesenarbeit in der sozialen Stadt. Entwicklungspotenziale zwischen Daseinsvorsorge, Städtebauförderung und Sozialer Arbeit" vorgestellt. Die Bearbeitung erfolgte mit einem Methodenmix auf der Grundlage von Experteninterviews, einer Befragung in den Programmgebieten der Sozialen Stadt, zwölf ausgewählten Fallbeispielen und eines sozialrechtlichen Gutachtens. In der abschließenden Podiumsdiskussion diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus kommunaler, Landes-, Bundes- und Trägersicht die vorgestellten Ansätze und Befunde.

Die Dokumentation der Bundeskonferenz finden Sie hier: Dokumentation (PDF, 3MB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Kontakt zur Studie und Konferenzorganisation:
Dr. Petra Potz, location³ - Wissenstransfer


Zweite Transferwerkstatt

In der zweiten Transferwerkstatt "Gemeinwesenarbeit in der sozialen Stadt" trafen sich am 11. Juli 2019 knapp 20 VertreterInnen aus der Praxis und des Projektbeirates sowie der Bundes- und Landesebene in Berlin, um über die Verankerung von Gemeinwesenarbeit und Quartiersarbeit in der Sozialen Stadt zu diskutieren. Die zweiten sechs von insgesamt zwölf untersuchten Fallstudien erweiterten das Spektrum von Herangehensweisen und Schwerpunkten sowie die Potenziale und Grenzen von Gemeinwesenarbeit im Quartier. Die Dokumentation der zweiten Transferwerkstatt finden Sie hier: Dokumentation der 2. Transferwerkstatt (PDF, 285KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)


Erste Transferwerkstatt

In der ersten Transferwerkstatt "Gemeinwesenarbeit in der sozialen Stadt" trafen sich am 14. Mai 2019 etwa 20 VertreterInnen aus der Praxis und des Projektbeirates sowie der Bundes- und Landesebene in Berlin, um über die Verankerung von Gemeinwesenarbeit und Quartiersarbeit in der Sozialen Stadt zu diskutieren. Sechs von insgesamt zwölf untersuchten Fallstudien bildeten das Spektrum von Herangehensweisen und Schwerpunkten sowie die Potenziale und Grenzen von Gemeinwesenarbeit im Quartier ab. Die Dokumentation der ersten Transferwerkstatt finden Sie hier: Dokumentation der 1. Transferwerkstatt (PDF, 279KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)


Erste Sitzung des Projektbeirats

Der Projektbeirat, bestehend aus Experten aus Wissenschaft, Fachverbänden, Trägern sozialer Dienstleistungen und kommunaler Praxis, traf sich am 27. September 2018 in Berlin. Die Sitzung diente dazu, das Grundverständnis von Gemeinwesenarbeit zu diskutieren und insbesondere im Hinblick auf die Potenziale der Regelförderung zu überprüfen.

In der Diskussion mit den Beiratsmitgliedern zum Verständnis von Gemeinwesenarbeit wurde deutlich, dass ein breites, offenes Feld zu vermessen ist, das in der Praxis unter verschiedenen Begrifflichkeiten firmiert: Quartiersarbeit, Quartiersmanagement, Stadtteilkoordination, Nachbarschaftshilfe, Sozialraumarbeit und – vorwiegend in benachteiligten Stadtteilen – Gemeinwesenarbeit. Diese Begriffe sind jedoch nicht synonym zu sehen. Zwei unterschiedliche Perspektiven wurden in der Diskussion insbesondere hervorgehoben:

  • auf den Sozialraum, den Stadtteil explizit bezogene zielgruppenübergreifende Programme und Ansätze, wie z.B. Begegnungsstätten oder Nachbarschaftszentren;
  • zum Sozialraum geöffnete institutionelle Angebote, wie z.B. Schulen oder Familienzentren.

Im Forschungsverständnis im Rahmen dieser Studie wird Gemeinwesenarbeit in ihrer gesamten Breite und Akteursvielfalt betrachtet, somit sämtliche Strategien, die sich ganzheitlich auf den Stadtteil über die einzelnen Zielgruppen und Individuen hinaus richten. Fragestellungen dabei sind:

  • Wie wird Gemeinwesenarbeit in diesem breiten Verständnis in den Quartieren bereits praktiziert? Mit welchen Zielen? Was leistet sie?
  • Welche Weiterentwicklungen in der Gemeinwesenarbeit (insbesondere mit Blick auf das Regelinstrumentarium) gibt es, um auf die besonderen Folgen der räumlichen Bündelung sozialer Problemlagen zu reagieren?

Die Teilnehmenden wiesen darauf hin, dass Gemeinwesenarbeit als langfristig verankerte Strategie für die Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und die Teilhabe aller einen essentiellen Beitrag leisten kann. Verstanden als Begleitung und Moderation von sozialen Prozessen vor Ort, die dem sozialen Zusammenhalt und der Selbstorganisation und dem Engagement von Bürger/innen dienen, fördert Gemeinwesenarbeit eine Kultur der gegenseitigen Verantwortung und Solidarität. Diese Beteiligungsarbeit erweist sich bezüglich der benachteiligten Gruppen noch als ausbaufähig.

In der Studie wird beispielhaft die Dimension Quartier/Raum als Qualitätskriterium bei Leistungen der Eingliederungshilfe und der Kinder- und Jugendhilfe betrachtet; zwei Themen, die auch im Rahmen eines Rechtsgutachtens zur möglichen Neuausrichtung der Regelförderung untersucht werden. In der Diskussion mit den Beiratsmitgliedern wurde deutlich: Eine integrierte Quartiersentwicklung kann den Blickwinkel auf sozialraumbezogene Programme und Organisationsmodelle aus anderen Ressorts ermöglichen. Erst so lassen sich Strategien entwickeln, wie das Gemeinwesen in einem größeren Zusammenhang gestärkt werden kann.

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