Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Zwischenevaluierung Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz

Projektsteckbrief

Das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz fördert in ausgewählten Programmstädten den Erhalt und die Weiterentwicklung bau- und kulturhistorisch wertvoller Stadtkerne und Stadtbereiche. Anhand von Fallstudien und Experteninterviews sowie umfangreichen Datenmaterials hat ein Forschungsteam nun evaluiert, wie die zwischen 2009 und 2015 eingesetzten Mittel wirken.

Ausgangslage

1991 als Rettungsprogramm für die stark in ihrer Substanz gefährdeten historischen Stadtkerne der neuen Länder eingeführt, kommt das Programm seit 2009 auch in Städten und Gemeinden der alten Bundesländer zum Einsatz. Mit der Zwischenevaluierung wurden somit erstmals die Programmstädte im gesamten Bundesgebiet zum Gegenstand der Betrachtung. Die unterschiedliche Laufzeit des Städtebauförderungsprogramms in den einzelnen Bundesländern sowie die abweichende Mittelvergabe – in den neuen Ländern beteiligen sich Bund und Land zu je 40 % an den Kosten der geförderten Gesamtmaßnahme, in den alten Ländern gilt die übliche Drittelförderung – erforderte dabei einen differenzierten Blick auf die erreichten Ziele in den Programmstädten.

Fördergegenstände des Programms sind die Sicherung und Modernisierung von erhaltenswerten Gebäuden, die Gestaltung des öffentlichen Raums sowie Ordnungsmaßnahmen zur Wiederherstellung des historischen Stadtgrundrisses. Sie werden sowohl in der Vorbereitungsphase als auch in der Umsetzung finanziell unterstützt.

Ziel

Die Zwischenevaluierung des Bund-Länder-Programms hatte zum Ziel, den Stand der Programmumsetzung in den neuen und alten Ländern quantitativ und qualitativ umfassend abzubilden. Auf Grundlage der Evaluierungsergebnisse wurde außerdem geprüft, ob und in welcher Form das Förderprogramm fortentwickelt werden sollte. Denn die Gleichzeitigkeit von Wachstum und Schrumpfung im Bundesgebiet, der demografische Wandel, Klimaschutz und die Energiewende stellen die Programmstädte anhaltend vor neue Herausforderungen und Aufgaben.


Auftragnehmer des Forschungsprojekts war das Deutsche Institut für Urbanistik gGmbH, Berlin.

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