Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Städtische Infrastrukturen im Stadtumbau unter Wachstums- und Schrumpfungsbedingungen

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit Februar 2018–Dezember 2019

Im Fokus dieses Forschungsvorhabens standen Maßnahmen, in denen Fördermittel des Städtebauförderprogramms Stadtumbau zur Anpassung von städtischen Infrastrukturen eingesetzt wurden. In Stadtumbaukommunen wurden Anlässe, Planungen und Umsetzung von infrastrukturellen Anpassungsmaßnahmen untersucht, welche die Instandsetzung, die Modernisierung, die Erweiterung, den Neubau aber auch den Rückbau und die Verlagerung entsprechender Einrichtungen umfassen. Erkenntnisse zur Bedeutung von städtischer Infrastruktur sowie allgemeine Erfolgsfaktoren oder Hemmnisse bei deren Anpassung wurden dargelegt und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Projektlaufzeit: Februar 2018 – Dezember 2019

Ausgangslage

Im Jahr 2017 wurden die Bund-Länder-Städtebauförderprogramme Stadtumbau Ost und West zu einem Stadtumbauprogramm vereint. Auf Grundlage der jährlichen Verwaltungsvereinbarung „Städtebauförderung“ regeln die Förderrichtlinien der einzelnen Länder die Ausgestaltung und Durchführung der städtebaulichen Maßnahmen im Stadtumbau. Eine Stadt im Umbauprozess muss auch ihre Infrastruktur anpassen. Deshalb ist die Infrastrukturanpassung ein zentrales Handlungsfeld in den kommunalen Stadtumbaustrategien. Vorhaben in diesem Bereich fallen unter die förderfähigen Einzelmaßnahmen des Programms.

Innerhalb dieses Forschungsprojekts wurde zwischen Infrastrukturen der Ver- und Entsorgung und denjenigen, die dem Gemeinbedarf dienen (alle Arten von Einrichtungen für Kinder- und Jugendliche, Sport- und Bildungseinrichtungen, Kultureinrichtungen, Begegnungsstätten, Einrichtungen der Verwaltung wie Bürgerämter, Vereins- und Gemeinschaftsräume, Einrichtungen zur medizinischen Versorgung und gesundheitlichen Vorsorge, Mehrgenerationenhäuser usw.), unterschieden. Letztere waren Teil der Untersuchung.

Ziel

Ziel der Untersuchung war die strukturierte Aufbereitung der kommunalen Stadtumbaupraxis im Bereich der städtischen Infrastrukturanpassung mit Blick auf unterschiedliche Einrichtungsarten und Anpassungsformen. Insbesondere im kommunalen Infrastrukturbereich existieren sehr unterschiedliche Stadtumbaubedarfe, je nachdem, ob es sich bei den Fördergebietskulissen eher um schrumpfende, stabile oder wachsende städtische Räume handelt. Je nach aktueller demografischer Entwicklung werden vor Ort verschiedene Schwerpunkte in Bezug auf die funktionalen und baulichen Anpassungen von städtischen Infrastrukturen und Gemeinbedarfseinrichtungen gelegt. Die Untersuchung zielte daher auch darauf, genauere Erkenntnisse über diese unterschiedlichen Bedarfe und Herangehensweisen zu gewinnen.

In einem fünfstufigen Verfahren wurden die konkreten Bedarfe und gebietsbezogenen Anlässe ermittelt. Daneben wurde untersucht, aus welchen Gründen die Anpassung der städtischen Infrastruktur nötig wurde und ob sich das Vorgehen in Kommunen der neuen und alten Länder unterscheidet. Die gewählten Beteiligungsverfahren und die Finanzierungsquellen, auch aus weiteren Programmen, wurden dokumentiert.

Auftragnehmer des Projektes war steg NRW in Dortmund.

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