Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

Forschungsprojekt Produktions- und Beschäftigungseffekte von Bauinvestitionen

Projektsteckbrief

Die Nachfrage nach Bauleistungen ist klassischer Anknüpfungspunkt für öffentliche Konjunkturprogramme, wie sie dieser Tage zur Milderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie eingesetzt werden. Das Forschungsprojekt soll aufzeigen, welche Wirkungen von einer zusätzlichen Nachfrage nach Bauleistungen auf die gesamtwirtschaftliche Produktion und die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung sowie auf die öffentlichen Finanzen zu erwarten sind und wovon die Wirksamkeit der Maßnahme abhängt.

Ausgangslage

Die Öffentliche Hand selbst ist ein wesentlicher Träger von Bauinvestitionen – im Jahr 2019 wurden knapp 13 Prozent davon (1,4 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt) vom Staat in Auftrag gegeben. Zudem fließt nur ein kleiner Teil der verausgabten Mittel über Importe in das Ausland ab, da Bauleistungen hauptsächlich lokal bezogen werden. Die nach dem Beginn der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpakete I und II zielten denn auch zu einem wesentlichen Teil auf eine Erhöhung der Bauinvestitionen.

Mehr als zehn Jahre nach dieser Krise und in einer Zeit, in der die praktische Bedeutung finanzpolitischer im Vergleich zu geldpolitischer Stabilisierungsmaßnahmen eher gestiegen ist, soll das Forschungsprojekt untersuchen, wie sich öffentlich beauftragte oder öffentlich geförderte Bauinvestitionen zur Stabilisierung der Konjunktur wirksam und effizient umsetzen lassen. Dabei soll auch auf die Erfahrungen, die mit den Konjunkturpaketen in Deutschland sowie mit ähnlichen Konjunkturprogrammen in anderen Ländern gemacht wurden, sowie auf die seither entstandene wissenschaftliche Literatur zu fiskalischen Stabilisierungsprogrammen zurückgegriffen werden.

Ziel

Das Forschungsprojekt soll untersuchen, welche Wirkungen von einer zusätzlichen Nachfrage nach Bauleistungen auf die gesamtwirtschaftliche Produktion und die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung sowie auf die öffentlichen Finanzen zu erwarten sind. Auslöser des Nachfrageanstiegs soll dabei entweder eine Erhöhung der öffentlichen Investitionen oder ein Anstieg der privaten Bauinvestitionen aufgrund eines staatlichen Förderprogramms sein.

Von Interesse ist das Ausmaß der stabilisierenden Wirkung auf die gesamtwirtschaftliche Produktion und die gesamtwirtschaftliche Beschäftigung in Relation zum Einsatz öffentlicher Mittel unter Berücksichtigung aller gesamtwirtschaftlichen Rückwirkungen und im Zeitablauf. Die genaue Definition dieses „Multiplikators“ sollte zum Zwecke der Vergleichbarkeit in Anlehnung an die Literatur erfolgen und ist gegebenenfalls zu problematisieren.

Auftragnehmer

  • K I E L E C O N O M I C S
    Wissenschaftszentrum

    Telefon: + 49 (431) 530 - 3496

Kontakt

  • Stefan Rein
    Referat II 13 - Wohnungs- und Immobilienwirtschaft
    Telefon: +49 228 99401-1349
    E-Mail: stefan.rein@bbr.bund.de

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