Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Forschungsprojekt Quality-Gate-System: Eine Baumanagement-Methode für den zivilen Auslandsbau des Bundes

Projektsteckbrief

  • Status Abgeschlossen
  • Laufzeit Dezember 2017–März 2020
  • Programm Zukunft Bau

Beim zivilen Auslandsbau des Bundes ist für die Bauwerke eine besondere Qualitätssicherung erforderlich, um die Projekte effizient zu steuern. Dabei sind die Ziele, die sich über die Zeitachse aus oft unvermeidlichen externen Einflüssen ändern, immer wieder in das Projekt einzuführen. Das magische Projektmanagement-Dreieck aus Zeit, Kosten und Qualität ist bestmöglich zu erfüllen. Ziel des Forschungsprojekts war es, ein Werkzeug für die Prozessoptimierung für den zivilen Auslandsbau des Bundes zu entwickeln.

Ausgangslage

Der zivile Auslandsbau des Bundes bezeichnet in seiner Mehrzahl Bauten für das Auswärtige Amt wie deutsche Botschaften und Generalkonsulate. Auch deutsche Schulen oder Goethe-Institute werden damit beschrieben.

Der zivile Auslandsbau des Bundes ist gekennzeichnet durch eine sehr heterogene Aufgabenstellung. Besonderheiten ergeben sich zum Beispiel aus den Themenfeldern:

  • Politik
  • Wirtschaft
  • Klima
  • Kultur
  • Sicherheitsfragen
  • Rechtsystem
  • Naturgefahren

Bauwerke auf der ganzen Welt in unterschiedlichsten Kulturen und Klimabedingungen sollen gemäß den Anforderungen der deutschen Dienststellen errichtet und betrieben werden. Hinzu kommt eine – durch die sich schnell ändernden politischen Randbedingungen – oft volatile Aufgabenstellung. Deshalb hat der Auslandsbau noch höhere Anforderungen als Inlandsprojekte. Das Projektmanagement allgemein und besonders das Änderungsmanagement und das Risikomanagement müssen diese erfüllen.

Die bisherige Erfahrung zeigt, dass die Projekte oft sehr lange Laufzeiten mit erheblichen Risiken für das Budget, die gewünschte Qualität und die Nutzerzufriedenheit aufweisen. Mit der Quality-Gate-Systematik als ganzheitliches Projektsteuerungs-Tool gibt es eine Methode, hier Verbesserungen zu erreichen: Wechselnde Beteiligte können auch bei langen Projektlaufzeiten koordiniert werden, die Übergänge zwischen den Personen und Institutionen können gesteuert werden. Damit ist ein Instrument verfügbar, das es ermöglicht, Auslandsprojekte effektiver und sicherer zu leiten und zu steuern.

Ziel

Das oberste Ziel des Forschungsprojekts war es, ein Werkzeug für die Prozessoptimierung für den zivilen Auslandsbau des Bundes zu entwickeln.
Einzelziele waren dabei

  • die transparente Priorisierung von Entscheidungen zur Erfüllung der einzelnen Ziele bei Zielkonflikten,
  • die Erstellung eines Informationstools, mit dem die Entscheidungen im Projektverlauf dokumentiert werden,
  • die Unterstützung des Risikomanagements,
  • effizienteres Arbeiten mittels Arbeitshilfen für die Projektbeteiligten,
  • Entscheidungshilfen für die höheren Hierarchieebenen durch einen geschlossenen Prüf- und Kontrollzyklus.

Aus allen Maßnahmen, die mit der Quality-Gate-Systematik umgesetzt wurden, folgte eine Prozessoptimierung für den zivilen Auslandsbau des Bundes.

Auftragnehmer des Forschungsprojekts war Prof. Jürgen Schwarz Consulting GmbH, Neubiberg.

Kontakt

  • Uta Lonsing
    Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat
    Referat BW II 4 - Auslandsbauangelegenheiten

    Telefon: +49 228 99 681 13884
    E-Mail: BWII4@bmi.bund.de

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