Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Initiative "Heimat 2.0" fördert zwölf Modellregionen

Die neue Initiative des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat unterstützt ländliche Regionen, ihre digitalen Angebote auszubauen und zu vernetzen.

Heimat 2.0 ist Teil des neuen Förderprogramms "Region gestalten". Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) setzt das Programm für das BMI um und begleitet es fachlich.

Aus knapp 100 Anträgen hat die Jury zwölf Modellregionen ausgewählt, die in der ersten Tranche mit jeweils 250.000 bis 600.000 Euro gefördert werden: Cham in Bayern, Thallwitz in Sachsen, Herzberg und Prötzel in Brandenburg, Neukalen in Mecklenburg-Vorpommern, Mittelangeln und Viöl in Schleswig-Holstein, Vechta und Einbeck in Niedersachsen, sowie Höxter, Senden und Netphen in Nordrhein-Westfalen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer: "Mit der Heimatpolitik wollen wir konkret und anfassbar solchen Regionen helfen, die Unterstützung bei der Digitalisierung ihrer Leistungen benötigen. Ich freue mich über das große Interesse an unserer neuen Initiative. Die ausgewählten Projekte können wegweisend sein, die Attraktivität ländlicher Regionen zu verbessern."

Die zwölf Vorhaben decken das ganze Bundesgebiet und eine große thematische Bandbreite ab:

  • Höxter hat sich zum Ziel gesetzt, die Nutzung digitaler Gesundheits- und Pflegedienste im ländlichen Raum voranzubringen.
  • Vechta widmet sich mit dem Aufbau einer Televersorgungsstruktur zum videobasierten Austausch von Akteuren der Gesundheits- und Pflegebranche und den pflegenden Angehörigen ebenfalls dem Themenbereich Gesundheit und Pflege.
  • Viöl möchte die Entwicklungsbegleitung von interkommunalen Projekten durch eine "Förderscouting-Plattform" (inkl. Ideen- und Fördermitteldatenbank, sowie Projektarchiv) verbessern.
  • Mittelangeln zielt auf die Implementierung digitaler Prozesssoftware zur Harmonisierung von Verwaltungsabläufen ab.
  • Prötzel möchte die Ansiedlung von kreativen Wohn- und Arbeitsstandorten unter Nutzung eines kommunalen Leerstandsmanagements unterstützen.
  • Herzberg hat sich die Erweiterung der bestehenden Städte-App um einen Ehrenamtsbereich zum Ziel gesetzt.
  • Thallwitz möchte über eine Website mit integrierter Web-App zum gemeinsamen Arbeiten an künstlerischen Projekten und zur Vermittlung künstlerischer Kompetenzen anregen.
  • Netphen setzt sich zum Ziel, smartes Wissensmanagement in den Bereichen Wohnen, Pflege und Gesundheit voran zu bringen.
  • Einbeck möchte den Erhalt und die Förderung der Kultur(-einrichtungen) durch eine digitale Plattform mit Informationen, Streams und Online-Ticketing befördern.
  • Neukalen zielt über eine digital-infrastrukturelle und inhaltliche Vernetzung von Wissensträgern auf eine Stärkung der digitalen Bildungslandschaft der Region Malchin
  • Cham möchte mit der Vernetzung von Angeboten der Daseinsvorsorge und der Kunden durch bestehende digitale Infrastruktur eine Steigerung der regionalen Vermarktung herbeiführen.
  • Senden zielt darauf ab, einen Online-Marktplatzes einschließlich Lieferservice zur Förderung des stationären Einzelhandels und der Direktvermarkter in der Region zu etablieren.

Die Regionen haben drei Jahre Zeit, ihre Ideen umzusetzen.

Die Ergebnisse werden begleitet, 2023 veröffentlicht und allen zur Verfügung gestellt, um zur Lösung ähnlicher Probleme auch anderswo beizutragen.

2021 ist eine zweite Staffel "Heimat 2.0" geplant.

Ausführliche Informationen zu dem Förderprogramm "Region gestalten" einschließlich der Initiative "Heimat 2.0" erhalten Sie >> hier.

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