Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Studierendenwettbewerb 2016

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Zukunftsbilder einer grünen Stadt -
Wettbewerb mit Ideenwerkstatt für Studierende und Absolventen

Grün auf engem Raum: Visionäre Ideen mit Bodenhaftung

Das BBSR lobte 2016 zum zweiten Mal den Studierendenwettbewerb "Zukunftsbilder einer grünen Stadt" aus – diesmal unter dem Motto "Grün auf engem Raum". Thematisch verknüpfte der Wettbewerb Fragestellungen im Spannungsfeld zwischen grüner Flächennutzung und anderen aktuellen Stadtentwicklungsthemen wie Wohnraumversorgung, Zuwanderung von Flüchtlingen, Flächennutzungskonkurrenz in Städten, knappe kommunale Haushalte. Diese Spannungsfelder wurden im Wettbewerb durch fünf Themenfelder aufgenommen:

  • Multifunktionalität/Nutzungsvielfalt
  • Nachverdichtung/Vertikales Grün und neue Formate von Grünflächen
  • Umkodierung von Verkehrsinfrastrukturen
  • Sicherheit und Pflege
  • Grünräume für benachteiligte Bevölkerungsgruppen

Als übergeordnete Herausforderung stellte sich die Frage, wie innovative Ansätze im Kontext von begrenzten räumlichen Ressourcen, d.h. "auf engem Raum", aussehen können. Den Studierenden waren dabei drei Entwurfsgebiete in Berlin vorgegeben, von denen sie eines bearbeiten sollten. Es handelte sich um drei unterschiedliche Stadträume mit jeweils spezifischen Herausforderungen an Grün auf engem Raum.

  • Entwurfsgebiet 1: Altstadt Spandau, Bezirk Spandau (historischer Altstadtkern)
  • Entwurfsgebiet 2: Kaiser-Friedrich-Straße/ Stuttgarter Platz, Bezirk Charlottenburg/ Wilmersdorf (hochverdichtetes Innenstadtquartier)
  • Entwurfsgebiet 3: Ruschestraße/ Frankfurter Allee Süd, Bezirk Lichtenberg (Mischquartier/ Großwohnsiedlung)

Insgesamt haben sich 257 Studierende aus 27 Hochschulen an dem zweistufigen Wettbewerb beteiligt. Für die zweite Wettbewerbsstufe wurden aus 114 Einreichungen die 30 besten Beiträge ausgewählt. Im Rahmen einer Entwurfswerkstatt hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit sich vor Ort über die Entwurfsgebiete zu informieren, mit Experten auszutauschen und in Einzel- und Gruppenarbeit an ihren Entwürfen zu arbeiten. Bis zum 31.02.2017 hatten alle Studierenden Zeit ihre Beiträge weiterzuentwickeln und zu finalisieren.

Aus den abschließend 28 eingereichten Beiträgen wurden von einer unabhängigen Jury drei Preisträgerinnen und Preisträger ermittelt, die ein Preisgeld von jeweils 3.000 Euro erhielten. Drei weitere Studierende durften sich über eine Würdigung und jeweils 500 Euro freuen.

Neben Direktor und Professor Harald Herrmann gehörten der Jury an:

  • Prof. Dr. Hagen Eyink (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit)
  • Dr. Alfred Herberg (Bundesamt für Naturschutz)
  • Christiane Lehmhus (Julius Kühn-Institut)
  • Maria Krautzberger (Umweltbundesamt)
  • Prof. Gabriele Kiefer (TU Braunschweig, Büro Kiefer Landschaftsarchitektur)
  • Astrid Zimmermann (Zplus Landschaftsarchitektur)
  • Till Rehwaldt (Rehwaldt Landschaftsarchitektur)


Juryprotokoll

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Die Preisträger wurden auf dem 2. Bundeskongress "Grün in der Stadt" am 8. und 9. Mai in Essen prämiert. Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs sind: Tobias Guggenberger (TU Berlin) dessen Entwurf Regenwassermanagement, Biodiversität und Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum durch Fassaden- und Hofbegrünung innovativ verknüpft. Donka Dimitrova und Marco Vomiero (beide TU Berlin), die Dachbegrünung, Stoffkreisläufe, Regenwassermanagement und Gemeinschaftsgärten vereinen und den öffentlichen Raum als Ort der sozialen Integration definieren, an dem Grünes gemeinsam produziert wird. Mariena Büscher (Leibniz Universität Hannover), die in ihrem Entwurf die Themen grüne Infrastruktur, Biotopverbund, alternative Mobilität, erneuerbare Energien, Bewegung und Gesundheit miteinander verbindet.

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