Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Veröffentlichung Wachstumsdruck in deutschen Großstädten

Titelseite: BBSR-Analysen KOMPAKT

Herausgeber: BBSR Reihe: BBSR-Analysen KOMPAKT Ausgabe: 10/2017 Erschienen: Juli 2017 ISBN: 978-3-87994-125-4 ISSN: 2193-5017 URN: urn:nbn:de:101:1-20170807835

PDF

2MB Datei ist barrierefrei/ barrierearm

Gedruckte Ausgabe

Kostenlos

Eine Langzeitbetrachtung der Laufenden Raumbeobachtung des BBSR zeigt, wie deutsche Großstädte wachsen, mit welcher Dynamik und welcher Kontinuität. Die „Big Seven“ beispielsweise, die sieben bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands, verzeichnen seit einigen Jahren regelrechte Wachstumsschübe, hatten aber auch Perioden mehrjähriger Bevölkerungsverluste. Das relativiert theoretisch die Momentaufnahme des Wachstumsdrucks genauso wie der Strukturwandel, durch den viele, ehemals gewerblich genutzte Flächen, für den Wohnungsbau genutzt werden könnten.

Deutsche Großstädte haben Innenentwicklung betrieben. Die Städte sind dichter geworden, immer mehr Einwohner leben innerhalb der Siedlungsbereiche. Jetzt aber wird der Ruf nach Stadterweiterung wieder lauter. Handfeste Indizien für eine abnehmende Attraktivität der Stadt gibt es nämlich nicht, auch wenn die Zuwanderung aus dem Ausland die aus anderen deutschen Gemeinden mittlerweile deutlich überlagert. Die Potenziale zum „Weiterwachsen“ sind unterschiedlich, ebenso die jeweilige stadtstrukturelle Ausgangssituation, großzügige Straßenprofile mit fünfgeschossiger Bebauung versus moderatem Geschosswohnungsbau mit einem hohen Anteil an Ein- und Zweifamilienhausbebauung.

Besonders stark angestiegen sind die Bevölkerungszahlen in den inneren Bereichen der Großstädte. Hier gibt es Befürchtungen, einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen könnten verdrängt werden („Gentrifizierung“). Der Druck auf innerstädtische Quartiere steigt mit dem Bevölkerungswachstum der Gesamtstädte. Tatsächlich zeigen Fallstudien, dass Verdrängungsprozesse stattfinden. Immer mehr innerstädtische Bereiche werden attraktiv für zahlungsfähigere Bevölkerungsgruppen. Die soziale Vielfalt in den betreffenden Quartieren verändert sich.

Ansprechpartner:
Dr. Brigitte Adam ( brigitte.adam@bbr.bund.de )


Inhalt

Vorwort

  • Bevölkerungsentwicklung im Städtevergleich
  • Wanderungsverhalten als zentrales Element der Bevölkerungsentwicklung
  • Abgeschwächte Reurbanisierung durch verändertes Wanderungsverhalten?
  • Innenentwicklung unter Wachstumsbedingungen
  • Soziale Vielfalt unter Wachstumsbedingungen
  • Fazit

Diese Seite

Auch interessant

Kleinstadtakademie – Pilotphase

Stadtentwicklung in kleineren Städten und Gemeinden durch Zusammenarbeit, Beratung und Vernetzung fördern

Einzelpublikation

Nationaler Fortschrittsbericht zur Umsetzung der New Urban Agenda

BBSR-Online-Publikation Ausgabe 02/2021 |

Nationale Projekte des Städtebaus

Bundesprogramm Überblick 2014–2021

Einzelpublikation

Urbane Liga

Visionen für die koproduzierte Stadt von morgen

Einzelpublikation

Stadtgrün in der Städtebauförderung

Elektronische Begleitinformationen aller Programme

BBSR-Analysen KOMPAKT Ausgabe 06/2020 |

Ankunftsstädte gestalten

Impulse aus den Pilotprojekten

Einzelpublikation

Integration von Zuwandernden

Herausforderungen für die Stadtentwicklung

BBSR-Online-Publikation Ausgabe 06/2021 |

Stadtentwicklung beobachten, messen und umsetzen

Informationen zur Raumentwicklung (IzR) Ausgabe 1/2021 |

Blätterfunktion