Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Veröffentlichung Bezahlbares Wohnen

Strategien und Herausforderungen

Titelseite: IzR 4/2018

Herausgeber: BBSR Reihe: Informationen zur Raumentwicklung (IzR) Ausgabe: 4/2018 Erschienen: 2018 ISSN: 0303-2493 URN: urn:nbn:de:101:1-2021052109451372206883

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17,54 Euro kostete der Quadratmeter einer neu vermieteten Wohnung in München Mitte 2018 laut BBSR, und zwar nettokalt. Die Stadt an der Isar ist damit die teuerste Stadt in Deutschland. Aber auch in vielen anderen Städten wohnt es sich teuer: In Frankfurt am Main bezahlten Mieter durchschnittlich 13,52 Euro pro Quadratmeter, in Stuttgart 13,21 Euro und in Freiburg 12,05 Euro. Auch wenn das Extrembeispiele aus Groß- und Universitätsstädten sind: In vielen Mittel- sowie Kleinstädten und sogar in einigen ländlichen Kreisen legten die Preise für neu vermietete Wohnungen in den vergangenen Jahren ebenfalls deutlich zu.

Um den hohen Mieten zu entkommen, wohnen viele Menschen – insbesondere die mit einer Familie – in einer anderen Gemeinde als sie arbeiten. 2017 pendelten deutschlandweit bereits 60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer in eine andere Stadt. Auch die durchschnittliche Länge des einfachen Arbeitswegs ist gestiegen: von 14,6 Kilometer im Jahr 2000 auf 16,8 Kilometer im Jahr 2015.

Das Pendeln ist längst nicht die einzige Herausforderung, die sich aus teurem Wohnraum ergibt. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist eine der großen sozialpolitischen Fragen in Deutschland. Und das eigentlich seit Jahrzehnten, wenn nicht gar Jahrhunderten. In der Stadt und teilweise auch auf dem Land fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Aber was ist überhaupt bezahlbar? Und wie können Bund, Länder, Kommunen und andere Akteure für bezahlbare Wohnungen sorgen? Dies sind einige der zentralen Fragen, mit der sich unsere Autorinnen und Autoren in diesem Heft beschäftigen.

Beispiele aus der Praxis, etwa aus Potsdam, Münster und Wolfsburg, geben Einblicke in die Situation und die Arbeit vor Ort. Sie verdeutlichen, wie Kommunen mit Wohnungsmangel umgehen, Lösungen erarbeiten und die Zukunft des Wohnens gestalten können. Andere Beiträge zeigen, was Deutschland vom Ausland lernen kann und wie sich die Situation von der in anderen Ländern unterscheidet. Braucht es mehr oder weniger Regulierung auf dem Wohnungsmarkt? Und welche Rolle spielt dabei das Wechselspiel von Politik, Verwaltung und Wirtschaft?


Redaktion:
Ute Birk ( ute.birk@bbr.bund.de ),
Felix Lauffer, Daniel Regnery, Friederike Vogel, Christoph Zander

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Inhalt

Download der Einzelbeiträge:
Ute Birk,
Felix Lauffer,
Christoph Zander

Bezahlbares Wohnen
Einführung

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Barbara Schönig,
Lisa Vollmer

Wohnungsnot gestern und heute

Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Doch Wohnraum wird zugleich als Ware gehandelt. Wiederkehrende Wohnungsnöte sind in diesem widersprüchlichen Verhältnis angelegt. Ihre konkreten Auslöser und Merkmale aber wandelten sich im historischen Verlauf ebenso wie die Strategien, mit denen der Staat in Deutschland diese Dysfunktionalität des Wohnungsmarkts einhegen wollte. Der Beitrag zeichnet diese Entwicklung in Deutschland seit dem späten 19. Jahrhundert bis heute nach.

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Marietta E. A. Haffner

Housing affordability in the European Union

This contribution clarifies a number of main approaches to measuring the multi-dimensional concept of housing affordability. Regardless of the approach, one or more standards are required about the reasonableness of costs to income and cost to housing quality. The outcomes of the approaches illustrate that those at risk of poverty and tenants paying market rent are most at risk of encountering housing affordability problems.

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Steffen Wetzstein

Bezahlbares städtisches Wohnen im internationalen Vergleich
Die "neue Wohnungsfrage" im kritischen Visier

Die Frage nach bezahlbarem und angemessenem Wohnraum ist seit einigen Jahren wieder sehr akut. Das zeigt die Diskussion in der Öffentlichkeit, in Verwaltung und Politik sowie im wissenschaftlichen Diskurs in internationaler Perspektive, also in ganz unterschiedlichen Ländern. Dieser Forschungsbeitrag analysiert im internationalen Vergleich auf Basis einer umfassenden vergleichenden qualitativen Empirie spezifische Herausforderungen, unterschiedliche Lösungsansätze und Umsetzungsstrategien sowie sozialräumliche Effekte von politischen Interventionen mit Bezug auf das bezahlbare Wohnen.

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Iris Ammann

Lokales Bündnis für Wohnen
Ein erfolgreiches Instrument zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum?

Viele Kommunen nutzen lokale Bündnisse, um Wege für bezahlbaren Wohnraum zu finden. Freiwillige Vereinbarungen zwischen Kommunen, Wohnungswirtschaft, Eigentümern und weiteren Partnern können vielerorts den Wohnungsbau stärken. Der Beitrag beschreibt, wie dies vor Ort funktioniert.

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Iris Ammann im Gespräch mit Elke Pahl-Weber

Lokale Bündnisse für Wohnen in der Praxis

Iris Ammann (BBSR) spricht mit Elke Pahl-Weber über die lokalen Bündnisse in Münster und Wolfsburg.
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Gregor Jekel

Bezahlbares Wohnen in der Landeshauptstadt Potsdam

Ein Bündnis für Wohnen und Bauen soll helfen in Potsdam bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wohnungstausch wird dort als Mittel gegen die Wohnungsnot erprobt. Denn: Bedarfsgerecht ist neben der Bezahlbarkeit ein Schlüsselbegriff geworden.

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Simon Wieland

Bezahlbarkeit durch Mitarbeiterwohnen

Nachhaltige Bezahlbarkeit auf dem Wohnungsmarkt ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Unternehmen können durch die Renaissance des Mitarbeiterwohnens dazu beitragen. Der Artikel erläutert, wie und warum das betriebliche Wohnen ein bezahlbares und bedarfsgerechtes Wohnen fördern kann.

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Gregor Voss,
Gunnar Zehe

Bauland-Offensive Hessen: Schaffung von bezahlbarem Wohnraum
Ein Praxisbericht zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum

Baureife Grundstücke sind ein knappes Gut und ein Schlüsselfaktor für bezahlbaren Wohnraum. Das Land Hessen unterstützt seine Kommunen bei der Mobilisierung von Bauland mit der Bauland-Offensive Hessen, die gebündeltes Know-how einbringt und auch als Treuhänder agieren kann.

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Frans Schilder,
René Scherpenisse

Policy and practice
Affordable housing in the Netherlands

In the past few years affordability has increasingly worsened, especially for lower income households. This article describes the causes and the most recent policy reactions to stop this trend in the Netherlands. The overheating of the housing market in the Netherlands has spurred debate on several issues, such as affordability and accessibility of the housing market for e. g. lower income households and younger people. In this contribution we provide some insights into how national and local policy makers address these issues.
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Susanne Heeg

Das Unmögliche denken und fordern!
Ansätze für einen bezahlbaren Wohnraum

Alle reden über Wohnen, aber selten werden Vorschläge gemacht, wie Wohnen angesichts der dramatischen Preisentwicklungen auch für ärmere Personen und Haushalte bezahlbar bleibt. Der folgende Beitrag setzt sich vor allem mit Ansätzen auseinander, die Wohnen abseits von Marktprinzipien regeln wollen.

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Ute Birk im Gespräch mit Martin zur Nedden und Rolf Müller

Positionen zum "bezahlbaren Wohnen" in Deutschland

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