Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Veröffentlichung Gemeinwohl: Konsequenzen für die Planung?

IzR 5/2018

Titelseite: IzR 5/2018

Reihe: Informationen zur Raumentwicklung (IzR) Ausgabe: 5/2018 Erschienen: Januar 2019 Preis: 19,00 EUR

Gedruckte Ausgabe

19,00 EUR

In Zeiten rasanten Wandels und komplexer Zusammenhänge wird der Ruf nach der Gemeinwohl-Verpflichtung laut. Dabei hat der Begriff in vielen Disziplinen Konjunktur. Stadt- und Raumplaner streben bei ihrer Arbeit idealerweise den nachhaltigen Ausgleich unterschiedlicher Raumansprüche an und damit das Wohl der Allgemeinheit. Das Grundgesetz schützt das Eigentum, verweist aber ebenfalls auf die damit einhergehende Verantwortungspflicht. Ob es um Daseinsvorsorge und zukunftsfähige Mobilität, um bezahlbares Wohnen und sozialen Ausgleich oder um wirtschaftlichen Strukturwandel, nachhaltige Freiraumentwicklung oder gesellschaftliche Teilhabe geht: die Gemeinwohlorientierung ist in der Planung zu einer Richtschnur geworden und Bestandteil vieler raumbezogener Förderinstrumente und Modellprojekte.

Doch was heißt eigentlich Gemeinwohl und wessen Wohl ist gemeint? Wer legt das fest und wenn es "uns" gut geht, was ist dann mit "den anderen"? In diesem Heft bitten wir Planer und Ökonomen, Juristen und Ethiker, Sozialwissenschaftler und Geographen mit ihren unterschiedlichen Fachperspektiven einige planungsrelevante Themen unter dem Stichwort "Gemeinwohl" zu beleuchten.

Überlegungen zu einem neuen Bodenrecht oder einer Grundsteuerreform knüpfen dabei inhaltlich an die IzR 4/2018 an. Neben wissenschaftlich-theoretischen Abhandlungen zeigen konkrete Beispiele aus der Praxis, wie Kooperationen für soziale Mehrwerte entstehen und freiwilliges Engagement vor Ort angestoßen und verstetigt werden kann. Es geht um neue Teilhabemöglichkeiten, zum Beispiel durch digitale Instrumente, aber auch um eine (Stadt-)Gesellschaft, die in ihrem Alltag das Übermorgen nicht vergisst. Klar wird aber auch: Gemeinwohl passiert nicht von allein. Gemeinwohl heißt Verantwortung übernehmen; politisch, institutionell und individuell. Heißt Aushandlung und Kompromiss – mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen, wenn auch mitunter einem recht unscharfen.


Redaktion:
Birgit Kann ( birgit.kann@bbr.bund.de ),
Verena Kluth, Daniel Regnery, Lisa Schopp, Eva Schweitzer, Friederike Vogel

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