Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Veröffentlichung Sicherung der Daseinsvorsorge durch regionale Abstimmung von ÖPNV- und Versorgungsstrategien

Entwicklungsperspektiven von Schulen, hausärztlicher Versorgung, Lebensmittelversorgung sowie ÖPNV und lokale Differenzierung des Handlungsbedarfs über eine Siedlungstypisierung – am Beispiel des Gebietes des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV)

Herausgeber: BMVI Reihe: BMVI-Online-Publikation Ausgabe: 10/2015 Erschienen: Januar 2016 ISSN: 2364-6020 URN: urn:nbn:de:101:1-201602111985 Preis: Kostenlos

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Der demografische Wandel beeinflusst nicht nur die Bevölkerungsentwicklung, sondern mittelbar auch die Perspektiven des ÖPNV und der standortgebundenen Versorgung mit Daseinsvorsorgeinfrastrukturen.

In dem Projekt wurde das Hauptaugenmerk auf die Daseinsvorsorgebereiche Schulen, Hausärzte/-innen, Nahversorgung und ÖPNV insbesondere in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit gelegt. Das Untersuchungsgebiet bilden die fünf Flächenkreise des Bedienungsgebiets des Mitteldeutschen Verkehrsverbundes (MDV): der Landkreis Altenburger Land, der Burgenlandkreis, der Landkreis Leipzig, der Landkreis Nordsachsen und der Saalekreis. Gemeinsam mit den beiden durch diese Kreise umschlossenen Oberzentren Halle und Leipzig ergibt sich eine Fläche von ca. 7.500 km², auf der ca. 1,7 Mio. Einwohner leben, davon 950.000 in den fünf Landkreisen. Deren Bevölkerung wird bis 2030 offiziellen Prognosen zufolge auf etwa 790.000 Einwohner zurückgehen. Eine für alle Daseinsvorsorgebereiche einheitliche regionale Handlungsebene gibt es im Untersuchungsgebiet bisher nicht.

Den Ausgangspunkt der Analysen in dem Forschungsprojekt bildet die Einschätzung der Erreichbarkeit ausgewählter Infrastrukturen mit dem derzeitigen ÖPNV-Angebot. Breiten Raum in der Projektarbeit nahm die Weiterentwicklung des "PlusBus"-Netzes zu einem regionsweiten Regionalnetz 2030 ein. Einen weiteren Analysebaustein bildete die Abschätzung der Zukunftssicherheit der standortgebundenen Daseinsvorsorgeeinrichtungen in Abhängigkeit von ihrer Größe, ihrer Bündelung sowie ihrer ÖPNV-Erreichbarkeit.

Herausgeber
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Berlin
Referat G 30

Auftragnehmer
KCW GmbH, Berlin
Dr. Axel Stein, Knud Trubbach

in Kooperation mit
Gertz Gutsche Rümenapp – Stadtentwicklung Mobilität GbR, Hamburg
Martin Albrecht
proloco GbR, Göttingen
Dr. Michael Glatthaar

Wissenschaftliche Begleitung
Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
Gudrun Schwarz

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Thomas Wehmeier


Inhalt

Kurzfassung
Abstract

  1. Prozess: Anlass und Struktur
    1.1 Projektanlass
    1.2 Erarbeitungsprozess zur Regionalstrategie Daseinsvorsorge – Mobilität und Infrastrukturen
    1.3 Reflexion des Erarbeitungsprozesses
  2. Entwicklungsperspektiven: Demografie und Infrastrukturen

    2.1 Bevölkerungsentwicklung

    2.2 Infrastrukturentwicklung

  3. Handlungsbedarf: Differenzierung von Siedlungsbereichen
    3.1 Hintergrund und Zielsetzung einer Typisierung von Siedlungsbereichen
    3.2 Methodisches Vorgehen: Abgrenzung und Attributierung von Siedlungsbereichen
    3.3 Typenbildung und Zuordnung der Siedlungsbereiche
    3.4 Beschreibung der Ergebnisse
    3.5 Schlussfolgerungen
  4. Grundsätzliche Erkenntnisse und übertragbare Empfehlungen

    4.1 Standards der Daseinsvorsorge
    4.2 Strategische Ansätze für den ländlichen Raum

  5. Empfehlungen für die Region

    5.1 Entwicklung eines Regionalnetzes

    5.2 Anpassung der medizinischen Versorgung
    5.3 Profilierung von "Schulen auf dem Land", integrierte Schulentwicklung
    5.4 Sicherung der Nahversorgung durch Konzepte und lokale Initiativen
    5.5 Schaffung von Voraussetzungen für Flächenbetrieb
    5.6 Schaffung eines Unterstützungssystems für das Ehrenamt
    5.7 Folgerungen zur Umsetzung der Empfehlungen

  6. Ausblick
  7. Weiterführende Literatur und vielversprechende Beispiele


Die Veröffentlichung ist das Ergebnis einer Studie im Forschungsprogramm Stadtverkehr.

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